Nächster Derbysieg: 1. Mannschaft gewinnt in Appenzell 3:2
Nach dem Erfolg gegen Herisau wollte die 1. Mannschaft des FC Speicher auch auswärts gegen Appenzell an die starke Leistung anknüpfen. Das gelang den Gästen, auch wenn sie die Partie bis zum Schluss spannend hielten.
Speicher dominierte die erste Halbzeit. Die schnellen Flügelspieler N. Bertram und Überraschungs-Neo-Flügel N. Lauper sorgten gemeinsam mit Capitano M. Schrag für reichlich Gefahr. Einzig die Chancenverwertung liess zu wünschen übrig: Entweder rettete der Appenzeller Torhüter oder Speicher stand sich selbst im Weg. In der 33. Minute wurde Schrag nach einem Steilpass von J. Marti regelwidrig gestoppt. Der Captain übernahm selbst und verwandelte den Penalty präzise unten links zum 0:1.
Weitere Chancen blieben ungenutzt – darunter ein Kopfball vor leerem Tor vom «Kopfball-nicht-Ungeheuer». Auch wurde vor dem Tor gelegentlich lieber nochmals quer gespielt als abgeschlossen. Ganz nach dem Motto «Machsch sie vorne nöd, chunsch sie hine über» traf Appenzell nach einem ungenügend geklärten Eckball in der Nachspielzeit aus rund 16 Metern zum 1:1.
Nach der Pause wurde die Partie zweikampfbetonter und dem Derbycharakter gerecht. Speicher blieb spielbestimmend und schlug doppelt zu: Nach einem weiten Abkick scheiterte Bertram zunächst am Torhüter, Lauper staubte in der 51. Minute zum 1:2 ab. Seine eigene Version: «Ich habe den Torhüter ausgeschaut und sauber verwandelt.» Das lassen wir unkommentiert stehen. Nur zwei Minuten später mobilisierte K. Kunz seine vermutlich letzten Reserven, sprintete in die Tiefe und bediente Marti, der den halbhohen Ball akrobatisch zum 1:3 verwertete.
In der 57. Minute hielt ein Speicherer Verteidiger das gegnerische Schienbein offenbar für den Ball – Penalty für Appenzell. Der Speicher Torhüter parierte den ersten Versuch, doch der Schiedsrichter liess wiederholen. Im zweiten Anlauf gelang der Anschluss zum 2:3.
Die Einwechslungen brachten frische Energie, unter anderem durch J. Walser, der nach einem starken Solo am Torhüter scheiterte. In der Schlussviertelstunde schwanden die Speicherer Kräfte und Appenzell kam nochmals zu Chancen. Der Ausgleich blieb jedoch aus.
Damit feiert Speicher den nächsten Derbysieg und zeigt erneut eine starke Leistung. Es bleibt die Frage, was in dieser Hinrunde möglich gewesen wäre, hätte die Mannschaft ihre Form früher gefunden.

